Mit Risiken und Nebenwirkungen
Pressemitteilung vom 11.12.2008

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„Es ist zu befürchten, dass die Grenze zur unerlaubten Werbung für verschreibungspflichtige Arzneimittel nur allzu leicht überschritten werden kann“, so Ilja Seifert, EU-Beauftragter der Bundestagsfraktion DIE LINKE im Gesundheitsausschuss, anlässlich der gestrigen Vorstellung des Pharmapaketes durch den EU-Kommissar Günter Verheugen. „Von hochwertigen, für die Bevölkerung leicht zugänglichen Informationen kann in diesem Fall keine Rede sein.“
Seifert weiter: "Verlässliche und leicht verständliche Informationen über Arzneimittel sind für Patientinnen und Patienten wichtig. Arzneimittel sind besondere Güter. Über ihre jeweilige Wirkungen und Anwendung bedarf es daher einer unabhängigen Beratung. Derzeit findet die Beratung insbesondere durch Ärztinnen und Ärzte sowie in Apotheken statt. Eine logische Konsequenz wäre, die Beratungsfunktion der Apothekerinnen und Apotheker weiter zu stärken anstatt sie zu schwächen.
Das Vorhaben von Herrn Verheugen, Pharmafirmen künftig „Informationen“ über verschreibungspflichtige Arzneimittel in gesundheitsbezogenen Printmedien und im Internet zu gestatten, ruft daher zu Recht breite Bedenken hervor. Ich hoffe sehr, dass Rat und das EU-Parlament dem Vorschlag im weiteren Gesetzgebungsverfahren nicht zustimmen werden.“