Präimplantationsdiagnostik gaukelt gesunde Kinder vor

Pressemitteilung vom 08.02.2011

„Ich unterstütze den heute vorgelegten Gesetzentwurf zum Verbot der PID und schließe mich seiner Einbringung in den Deutschen Bundestag an.

Die Präimplantationsdiagnostik wird als eine Möglichkeit dargestellt, das Leben mit schweren Erbkrankheiten oder Behinderungen verhindern zu können. Sie gaukelt aber nur vor, dass gesunde Kinder geboren werden. In Wirklichkeit sortiert sie aus. Mit Hilfe der PID entscheiden Dritte nach ihren Wertvorstellungen, welches zukünftige Leben eine Chance bekommen soll und welches nicht. Parallel dazu wird in der Öffentlichkeit der irrige Eindruck vermittelt, Leben mit (schweren) Behinderungen oder chronischen Erkrankungen sei weniger oder gar nicht lebenswert. Ein solches Bild vom Menschen ist inhuman, und deshalb lehne ich es ab.

Menschen mit Behinderungen sind Teil der Gesellschaft. Sie gehören dazu. Es wäre viel wichtiger, gesellschaftliche Ressourcen darauf zu verwenden, behinderungsbedingte Nachteile und Barrieren in allen Bereichen abzubauen, volle Teilhabe und freie Persönlichkeitsentfaltung zu ermöglichen, anstatt zu versuchen, die Existenz dieser Menschen zu verhindern. “