Unbequeme Fragen, spannende Antworten
Artikel vom 25.07.2011

Foto: Hannes Karge
Am 23. Juli 2011 besuchte der Bundestagsabgeordnete Dr. Ilja Seifert (DIE LINKE) das Sommerfest der Linken in Weißwasser. In einem Interview vor den Gästen stellte er sich der Kreisrätin Heidi Knoop und ihren unbequemen Fragen. Zum Beispiel diesen:
H.K.: Warum machst Du Politik für DIE LINKE ?
I.S.: Weil ich auch heute - wie schon vor 1989 - für Frieden und soziale Gerechtigkeit bin.
H.K.: Behinderten- und Tourismuspolitik sind deine bundespolitischen Arbeitsfelder - warum?
I.S.: Behinderten- und Tourismuspolitik betreffen alle Bereiche, nicht nur Sozial- und Wirtschaftspolitik, sondern auch Kommunalpolitik, Verkehrsfragen, Gesundheitsentwicklung, Umweltpolitik und viele anderen Bereiche. Nicht zu vergessen ist der internationale Aspekt. In beiden Politikbereichen geht es darum, in der ganzen Gesellschaft Barrieren abzubauen und neue zu verhindern.
H.K.: Markus Gilles fragte Dich mal, warum ausgerechnet Du im Bundestag sitzt und ob Du der „Quotenkrüppel“ der Fraktion bist…
I.S.: diese Frage habe ich ihm in den Mund gelegt. Schließlich kämpfe ich dafür, dass soviel Menschen mit Behinderungen im Bundestag wirken, wie es ihrem Anteil an der Bevölkerung entspricht. Immerhin setzte DIE LINKE mit meiner Nominierung seit langem ein deutliches Zeichen in diese Richtung. Ich unterscheide aber sehr genau, wann ich Vertreter der Betroffenen bin und wann ich den Bundestag repräsentiere.
H.K.: Was sagst Du zu den politischen Stichworten „Kohle“ und „Sorben“?
I.S.: In der Fraktion teilen wir uns die Arbeit, und für diese Arbeitsbereiche ist Caren Lay zuständig. Das heißt nicht, dass ich mich nicht nach wie vor für die Entwicklung der Sorben interessieren würde.
H.K.: Du bist auch Lyriker. Hier habe ich ein schönes Gedicht von Dir:
Die Liebe
Du kannst sie verschenken
Und freudig empfangen.
Besitzen
Wirst Du sie nie.
20.März 1987
Diese Zeilen waren eine gute Brücke zu einem spanischen Tanz der Funkengarde aus Bad Muskau. Für das leibliche Wohl sorgten die Genossen aus Weißwasser mit selbst gebackenem Kuchen, gegrillten Steaks und Bratwürsten.
Heike Krahl