Im Wahlkreis unterwegs

08.12.2011

Am 06.12. besuchte Dr. Ilja Seifert den Njepiler Hof in Schleife im Ortsteil Rohne. Dort wurde er von Manfred Nickel, dem Vorsitzenden des Vereins Njepila Hof e.V. begrüßt.

Ilja Seifert in der Bauernstube im Njepila Hof in Rohne

Ilja Seifert in der Bauernstube im Njepila Hof in Rohne

Zuerst nannte er den Jahresablauf der traditionellen Veranstaltungen vom Zapust bis zum Anziehen des Christkindes.
Danach erläuterte er die Probleme, die durch den Tagebau und dem damit verbundenen Verlust der Heimat und der Natur entstehen.
Bei einer Rundfahrt entlang der abzubaggernden Flächen konnte sich Ilja Seifert einen Überblick über die Ausmaße der Verluste an Natur und Fläche machen.

Ab 15:00 Uhr besuchte Ilja die Station Junger Techniker in Weißwasser. Bernd Frommelt, der Leiter der Station Junger Techniker und Naturforscher erklärt die verschiedenen Angebote wie Modellbau, Kunstzirkel, Holzbau und Projekte mit polnischen Vereinen. Besonders das Projekt „Jugend stärken“ liegt Bernd Frommelt am Herzen und sollte weiter geführt werden. Deshalb bat er Ilja, sich im Bundestag dafür einzusetzen.

Bernd Frommelt erklärt Ilja Seifert die Projekte der Station Junge Techniker in Weißwasser

Bernd Frommelt erklärt Ilja Seifert die Projekte der Station Junge Techniker in Weißwasser

Die Station hat leider noch keinen behindertengerechten Zugang und behindertengerechte Toiletten, weshalb Ilja hofft, dass dies beim nächten Besuch anders ist.

Beim Gesprächsabend in der Geschäftsstelle der LINKEN in Weißwasser mit der Vertreterin des Blinden- und Sehschwachenverbandes Brigitte Schönsee erfuhr er die Probleme, die vor Ort in Bezug auf die Möglichkeiten mit der Fortbewegung per Bahn und Bus vorliegen. Besonders liegt dem Verband die Einrichtung eines akustischen Signals an der Ampel an der Bautzener Straße/ Ingenieurschule am Herzen. Eine weitere Hürde ist die neue Poststelle. Denn hier gibt es keine Rampe und kein Geländer.
Ilja gab den Tipp: Es sollte ein Betroffener Bürger eine Beschwerde einreichen. Und der Besitzerin der Postagentur sollte der Vorschlag unterbreitet werden, über die „Aktion Mensch“ oder die „Perl Stiftung“ Förderungen zum Bau einer Rampe zu beantragen.

Am 07.12. war Ilja Seifert zu Besuch im SpinnNetz Weißwasser.

Dort gab uns Peter Schmidt einen Einblick in die vielschichtige Arbeit seines Vereins, dem Schlupfwinkel e.V.
Die Hauptarbeit ist dort die Hilfe zur Erziehung. Hierbei gibt es bundesweite Projekte mit der
Schwerpunktarbeit in Wohngruppen. Als besonders erfolgreich nennt er die Hilfen bei Schulverweigerern.

Leider werden Projekte für die Prävention immer weniger unterstützt, was dann zum Reduzieren dieser Angebote führt.Ein weiterer Punkt war das Konzept zu einem offenen Treff. Dies ermöglichte die Idee des Bilden einer Selbsthilfegruppe, die schon Thema in der Pressemitteilung war.

Ilja Seifert im Gespräch mit Kerstin Langer

Ilja Seifert im Gespräch mit Kerstin Langer

Nachmittag gab es sehr interessante Gespräche mit Wolfgang Kotissek von der Gebietsgemeinschaft Neiße, mit Herrn Frank Schwarzkopf vom Stadtverein, mit
Magdalena Stein von der Stadtratsfraktion und Rolf Seilberger von der Arbeitsgruppe Eiszeitdorf in Krauschwitz.
Es wurde um Konzepte für den Tourismus und die Zusammenarbeit aller Vereine und Arbeitsgemeinschaften diskutiert.
Als eine weitere Chance wurde es gesehen, grenzüberschreitend zu arbeiten.

Bei der Diskussion wurde festgestellt, dass Tourismus auch politisches ein Thema sein muss. Bedauerlich ist, dass die Stadt keine Pläne in Schublade hat, beklagte Herr Schwarzkopf. Ilja betonte, dass sich die Stadt an allen Projekten und Förderungen beteiligen soll, damit sie mitbestimmen kann, wofür das Geld eingesetzt werden kann. Wichtig ist es auch, nicht nur zu wissen, wie viel bekommen wir gefördert, sondern, welche Ideen gibt es, welche alten Pläne gibt es? dazu müssen motivierende Ideen und Projekte geschaffen werden. Rolf Seilberger nannte eine weitere Idee, nach der es wichtig für die Buga ist, die alte Allaunfirma im polnischen Teil des Parkes einzubeziehen, denn sie ist der älteste rekultivierte Bergbau, von Pückler in die Gestaltung des Landschaftparkes einbezogen.

Zum Schluss meinte Ilja: „ Die Buga ist wichtig, aber alle Konzepte sollten auch ohne Buga möglich sein . Weißwasser allein ist nicht zu vermarkten“