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Portrait | Dr. Ilja Seifert


Portrait

Ilja Seifert Portrait

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Renate Angstmann-Koch

Kompetenz in eigener Sache

Experten und Eltern diskutierten über Kinder-Rehabilitation

Wie können Kinder mit Behinderungen bestmöglich gefördert werden? Darum ging es beim interdisziplinären Kongress „Kinder-Reha ist kein Luxus“ im Kupferbau.

Tübingen. Zu der Tagung hatten die Fördergemeinschaft „Reha Kind“ und das Tübinger Uni-Klinikum Ende vergangener Woche eingeladen. Die Vorträge der beiden ersten Kongresstage beschäftigten sich vor allem mit medizinisch-therapeutischen Aspekten. Am dritten ging es um Integration und Inklusion (das selbstverständliche Dazugehören von Menschen mit Behinderungen zur Gesellschaft von Anfang an).
Fürsorge gegen Selbstbestimmung, Kostendruck gegen Recht auf Teilhabe: In diesem Spannungsfeld bewegte sich die Diskussion. Beteiligt waren Eltern und Fachleute wie Ärzte, Therapeuten oder Lehrer. Doch es fehlte die Perspektive der betroffenen Kinder. Diese Kritik des Bundestagsabgeordneten der Linken Ilja Seifert führte bei einigen Eltern im Publikum zu einem „Aha-Erlebnis“, sagte ein Vater.
Die Interessen behinderter Kinder stimmten zwar oft mit denen ihrer Eltern überein, sie seien aber nicht deckungsgleich, betonte Seifert, behindertenpolitische Sprecher seiner Fraktion. So wollten Eltern ihre behinderten Kinder stets beschützen. Sie hätten jedoch wie alle anderen „ein Recht auf Irrtum“. Der Appell des 59-Jährigen: „Lassen Sie die Kinder in erster Linie Kinder sein.“
Seifert ist seit einem Badeunfall im Alter von 16 Jahren Rollstuhlfahrer. Er forderte beim von Jörg Hackstein moderierten Abschlusspodium, das Menschenbild der Gesellschaft zu überdenken, und wandte sich gegen eine rein medizinische Sicht. Nach der UN-Behindertenrechtskonvention sei Vielfalt der Normalzustand der Gesellschaft, Behinderung und Kranksein gehörten dazu.
Der Journalist Peter Mand ist seit 1971 querschnittgelähmt. Er war damals zwölf Jahre alt. In Deutschland gab es noch keine Hilfsmittel für behinderte Kinder, und sein aus den USA importierter Rollstuhl wog 23 Kilo, erinnerte er sich. Heute gebe es zwar Hilfsmittel, doch die Versorgung werde aus finanziellen Gründen eingeschränkt. Mand sprach von einem „starken Zwiespalt“: einerseits gebe es Kürzungen im Sozialbereich, andererseits mehr Rechte für Menschen mit Behinderungen.
„Die Finanzkraft des Systems ist angeschlagen“, pflichtete ihm Gerhard Kruse bei, der früher bei der gesetzlichen Krankenkasse arbeitete und heute für einen Zusammenschluss von Sanitätshäusern tätig ist. Marcel Sorg, Geschäftsführer eines Rollstuhltechnik-Betriebs, berichtete von einer „enormen Qualitätssteigerung“ der Hilfsmittel, warnte aber vor der Einführung von Fixbeträgen. Auch Michael Schneller vom Tübinger Sanitätshaus Brillinger sprach von einer „riesen Bewegung beim technischen Fortschritt“. Seit zwanzig Jahren schon gebe es jedoch „ein Spannungsfeld zwischen bestmöglicher und medizinisch ausreichender Versorgung“. Er empfahl, Versorgungszentren zu bilden. „Wir haben richtig viel Geld im System, aber die Verteilung ist schlecht“, sagte Dietmar Hegeholz, Spezialist für Funktionsstörungen von Blase und Darm.
Alle Diskussionsteilnehmer hätten sich davor gedrückt, Integration und Inklusion zu definieren, bemängelte der Kinderarzt Prof. Martin Staudt. Dabei zeige die Umbenennung der Aktion Sorgenkind in Aktion Mensch die Macht der Begriffe. Integriert werden müsse nur, wer zuvor ausgegrenzt wurde, plädierte Ilja Seifert für umfassende Inklusion. Mit dem heutigen Schulsystem sei sie jedoch nicht zu vereinbaren – auch dann nicht, „wenn alle Förderschulen zu Regelschulen ernannt werden“. Es stelle sich auch nicht mehr die Frage, ob für bestimmte Leistungen Festbeträge gelten sollten, sagte Seifert, dessen Partei eine Gesundheits-Bürgerversicherung fordert, in die auch Beamte und Selbstständige einzahlen und die Abgaben auf alle Einkommensarten erhebt. Der Staat und die Gesellschaft hätten sich mit der UN-Konvention verpflichtet, allen Menschen gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen.

Renate Angstmann-Koch

Gregor Gysi

Über Ilja Seifert und die neue Linkspartei

DIE LINKE ist die einzige Partei im Deutschen Bundestag, die die neoliberale Politik, welche im Kern in einer Dominanz der Wirtschaft über die Politik besteht, konsequent ablehnt und bekämpft. Sie ist die Partei, die die Frage nach Frieden und sozialer Gerechtigkeit in dieser Gesellschaft ins Zentrum ihrer Politik stellt.

Nur wir sprechen uns in der Außenpolitik konsequent gegen deutsche Kriegseinsätze wie der Beteiligung der Bundeswehr am Krieg in Afghanistan aus, weil man Terror nicht mit der höchsten Form des Terrors, mit Krieg, bekämpfen kann. Krieg schürt nur neuen Hass und bringt neue Terroristen hervor.

Nur wir setzen uns für eine zügige Angleichung der Löhne, Gehälter, Renten und Arbeitszeiten im Osten an das Westniveau ein. Wir kämpfen um mehr Mittel zur Entwicklung von Wissenschaft, Forschung und eigenen Wirtschaftskreisläufen in strukturschwachen Regionen, das heißt vor allem im Osten.

Die Debatte über die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns, die Ablehnung der Rentenkürzungen und der Rente ab 67, die Zwangsverrentung von Langzeitarbeitslosen, die Demütigung von Arbeitslosen unter Hartz IV, die Ablehnung einer Privatisierung der Bahn – in all diesen Fragen vertritt DIE LINKE die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger.

Ilja Seifert war von der ersten Stunde des Bundestages im wiedervereinigten Deutschland an als Abgeordneter, als Mitglied unserer Partei, als Genosse Mitstreiter für diese Politik. Und er ist es noch heute. Die Linke will die Welt verändern. Er will es mit ihr. Als Experte im Bereich Tourismus hat er zur Entwicklung eines sozialen und ökologischen Tourismuskonzepts nach dem Maßstab REISEN FÜR ALLE beigetragen.

Als Experte auf dem Gebiet der Behindertenpolitik, der Gesundheit und der Pflege unterbreitet er Vorschläge, wie eine Barriere nach der anderen abgeschafft, wie das Recht auf Gesundheitsvorsorge und ein Leben in Würde umgesetzt werden kann, und er hat so die soziale Kompetenz unserer Partei wesentlich mitentwickelt.

Gemeinsam streiten wir für eine Gesellschaft, die jede und jeden an den Bedingungen eines Lebens in Freiheit, sozialer Sicherheit und Solidarität beteiligt. Dieser Weg, da sind wir beide uns einig, muss weiter gehen. Es liegt noch viel vor uns.

DIE LINKE ist eine Kraft, mit der man rechnen muss.

Gregor Gysi

Lothar Bisky

Zur Wahl Ilja Seiferts in den Parteivorstand 2003

„Ilja Seifert hat die Delegierten nicht nur auf dem Parteitag, sondern durch seine jahrelange Arbeit in der Bundestagsfraktion, in Parteigremien und natürlich auch vor Ort überzeugt. Sein Engagement in der Behindertenpolitik wie bei den Ethik-Fragen, wo er in der Enquete-Kommission des Bundestages eine allseits geachtete Arbeit geleistet hat, sprachen für das Vorstandsamt. Und Ilja Seifert steht ja nicht allein. In der PDS hat die Behindertenpolitik auf allen Ebenen einen wichtigen Platz. Insofern war seine Wahl in den Vorstand logische Konsequenz.“

Lothar Bisky

Zur Person Ilja Seifert

Persönliche Notizen eines Mitstreiters

Ilja ist unter anderem Germanist. Auch Literat, Lyriker. Auch Politiker. Auch behindert. Vor allem aber Mensch. Und wie alle Menschen hat er Stärken und Schwächen. Er vereint in sich Eigenschaften, die seinem Wirken und seiner Wirkung Authentizität verleihen.

Der politische Mensch Ilja Seifert verschleiert nicht seine politische Herkunft. Die Gradlinigkeit, mit der er seine Parteilichkeit vertritt, besticht durch die ihm eigene Ehrlichkeit.

Es fällt nicht leicht, über den Freund zu schreiben, mit dem ich seit nun 20 Jahren verbunden bin. Es steckt vielleicht auch eine gewisse „Boshaftigkeit“ jener dahinter, die mir die Aufgabe übertragen haben, meinen derzeitigen „Arbeitgeber“ zu beschreiben.

Das eingangs Gesagte ist meine Überzeugung.

Soll ich nun aber schildern, dass Iljas Hartnäckigkeit, Probleme zu behandeln, meine Geduld immer wieder auf eine Zerreißprobe stellt? Steht seine Art, die zu behandelnden Probleme immer wieder um und um und umzuwenden nicht im Widerspruch zu seiner Fähigkeit, am Ende kurz und knapp das zu Sagende zu sagen? Ich, der Ungeduldige, wandle auf einem schwankenden Seil, höre ich seinen Wiederholungen zu, die letztendlich zu einem überraschenden Ergebnis führen. Stets verblüfft er mich, wenn am Schluß seiner Ausführungen klare Aussagen kurz und prägnant im Raum stehen. Im Übrigen finden solche Diskussionen meist auf unseren Autotouren statt, die uns dorthin führen, wo Iljas Anwesenheit gewünscht oder wichtig ist, wie in seinem Wahlkreis, im östlichsten Sachsen.

Soll ich nun noch darüber klagen, dass mich seine ellenlangen Wortspielereien aufregen? Natürlich regen die mich auf. Zunächst. Doch mit Ruhe gelesen oder gehört wird deutlich, ob mit Wortspielereien oder in politischen Traktaten, hinter den Zeilen verbergen sich weitaus mehr Gedanken. Anregungen zum Weiterdenken. Anfangs musste ich mich an diesen Stil erst gewöhnen.

Der literarische Mensch Ilja Seifert, also der Lyriker, hat die Gabe, bei anderen Wesentliches herauszufinden. Seine Art ist es nicht, vorgefertigte Thesen zu verkünden, sondern gemeinsam mit Diskussionspartnern durch Fragestellungen zum Kern einer Sache zu kommen.

Daß Ilja seinen Lebensweg seit nunmehr 40 Jahren rollenderweise bewältigt, ist nur dann problematisch, wenn Zugänglichkeiten, wider alle Vernunft, verbarrikadiert sind. Ein Thema, weswegen sein politisches Engagement auch der Barrierefreiheit gilt. Für ihn ist Behindertenpolitik Querschnittsaufgabe und keine „sonderpolitische Ebene“.

Was bleibt noch zu sagen? Ilja Seifert, der Mensch, der Freund, der Politiker, der Lyriker, ist ein engagierter Streiter für ein bisschen mehr Menschlichkeit, für Gerechtigkeit, für den Freiraum Leben.

Christian Schröder

Sonja Kemnitz

Geschichte als Weg zur Wahrheit

„Lasst mich irren!“ – mit diesem Titel seines aktuellen Gedichtbandes zeigt Ilja Seifert Würde und etwas von seinem Geworden - Sein.
In einer Zeit, als Menschen an ihren politischen Irrtümern leicht irre werden konnten, stellte sich Ilja Seifert zu einem seiner Irrtümer der öffentlichen Debatte. In der 12. Wahlperiode des Bundestages leitete der „Ausschuss für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung“ ein „Überprüfungsverfahren ohne Antrag bzw. ohne Zustimmung der betroffenen Abgeordneten“ ihn betreffend ein. Diese Überprüfung fand 1992 im Rahmen eines Verfahrens nach § 44b Abgeordnetengesetz (AbgG) statt.
Zuvor hatte der Vorsitzende der Abgeordnetengruppe der damaligen PDS mit Zustimmung von Ilja Seifert eine Auskunft beim Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes eingeholt und dessen Antwort dem Ausschuss übergeben. Von April 1980 bis November 1983 wird Ilja Seifert in den Akten des Ministeriums für Staatssicherheit als „Kontaktperson“ – im allgemeinen eine lose inoffizielle Mitarbeit – und von Mai 1986 bis Dezember 1987 als „Inoffizieller Mitarbeiter“ geführt. Der Ausschuss stellt ausdrücklich fest: selbst „Personenberichte tragen keinen ausgesprochen denunziatorischen Charakter“, sie beziehen sich auf eine mögliche Eignung anderer für künftige Mitarbeit. Aus seiner zweiten Phase als IM liegen keinerlei Personenberichte vor. Ilja schied 1987 im „gegenseitigen Einvernehmen“, also willentlich aus seiner Mitarbeit aus.
„Zu keinem Zeitpunkt habe ich bestritten, zeitweilig für das MfS … tätig gewesen zu sein“ und dies „freiwillig und aus Überzeugung.“ So beginnt Ilja Seifert seine Erklärung gegenüber dem Ausschuss. Wieviel Geschichte - Schichten von Gedankentrümmern und neuen Sichten - liegt zwischen diesem ersten und dem letzten Satz seiner Erklärung: „Heute bin ich in meinem Erkenntnisstand so weit, dass ich jegliche geheimdienstliche Tätigkeit ablehne, weil sie sich wirklicher, demokratischer Kontrolle entziehen muss“: Lebensgeschichte als Weg zur Wahrheit.

Kontextinformationen finden Sie im „Bericht des Ausschusses für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung vom 23.03.1993 (DrS 12/4613)

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