Barrierefreie Oberlausitz

Oberlausitz ohne Barrieren: ein Traum für den es sich zu kämpfen lohnt.
Ob nun Seenlandschaft, Findlingspark, die Görlitzer Altstadt oder das Zittauer Gebirge – Touristen in der Oberlausitz haben die berühmte Qual der Wahl. Doch oftmals müssen die Reiseziele nicht nach Interessengebieten, sondern nach Erreichbarkeit ausgewählt werden. Denn noch ist durchgehende Barrierefreiheit ein weit entferntes Ziel.
Dabei wäre sie doch für Alle wichtig, egal ob Touristen oder Einheimische. Denn nicht nur für Behinderte stellen Bordsteinkannten, Treppenstufen oder Unterführungen mitunter unüberwindbare Hindernisse dar. Sicherlich sind vielerorts Bemühungen zu erkennen. Abgesenkte Bordsteinkannten, Aufzüge an öffentlichen Gebäuden, Niederflurbusse in Innenstädten und beschilderte Rollstuhlwanderwege sind ein guter Anfang. Aber eben wirklich ein Anfang. Dabei liegt der Nutzen für Alle auf der Hand. Nicht nur, weil der Tourismus für diese wirtschaftlich stark gebeutelte Region ein wichtiger Wirtschaftsfaktor geworden ist und jeder Tourist herzlich willkommen sein sollte, egal ob mit oder ohne Behinderung. Viele junge Leute ziehen der Arbeit hinterher und die demographische Entwicklung macht deutlich, dass immer mehr Senioren in der Oberlausitz leben werden. Doch auch Familien mit Kinderwagen oder Sportler mit Fahrrädern, Rollschuhen und ähnlichem freuen sich, wenn sie sich ohne Hürden fortbewegen können. Eine Zusammenarbeit von Stadtplanern, Wirtschaftsförderern, Verwaltungen und Unternehmen wäre ebenso wünschenswert wie ein Einsehen der Bahn, dass zu einem selbstbestimmten Leben eben auch spontane Fahrten ohne tagelange Voranmeldungen gehören. Dann wären wir dem Traum der durchgehenden Barrierefreiheit ein gutes Stück näher.
Positionen von Ilja Seifert in Kürze