Sozial & Gerecht

Besuch im Seniorenstift
Die Oberlausitz ist ein wunderschönes Fleckchen Erde. Trotzdem leben hier viele Menschen, die auf Grund ihrer sozialen Situation kaum Augen für die reizvolle Landschaft haben. Sorgen und Armut bestimmen ihren Alltag.
In den letzten 20 Jahren brachen Arbeitsplätze in Größenordnungen weg. Angestammte Industriezweige wie z. Bsp. die Textilindustrie verschwanden fast komplett. Eine der höchsten Arbeitslosenzahlen der Bundesrepublik ist die Folge und daraus resultierend natürlich viele HARTZ IV – Empfänger. Oftmals werden Löhne gezahlt, die unter dem Existenzminimum liegen und dazu führen, dass Vollbeschäftigte zur Bestreitung ihres Lebensunterhaltes zusätzlich Sozialleistungen beantragen müssen. Seit September 2008 bin ich Schirmherr eines Projektes des Zittauer „Zeitzeichen e.V.“. Neben der Suppenküche „Dicke Bohne“, in der wöchentlich mehrere hundert warme Mahlzeiten über die Theke gehen, wird nun vom Verein eine Betreuungsstätte für Kinder und Jugendliche aus Hartz IV – Familien gebaut. Hier sollen die Betroffenen neben einem Mittagessen auch Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfeunterricht erhalten und Möglichkeiten zum Freizeitvertreib finden. Mit viel Begeisterung und persönlichem Einsatz versuchen die Vereinsmitglieder, Spenden einzutreiben, um den Bau voranzutreiben. Viele Kleinunternehmer und Privatpersonen unterstützen sie dabei und versuchen so gemeinsam, den Kindern aus sozial schwachen Familien zu helfen. Ich werde sie dabei weiterhin von Herzen unterstützen. Doch das kann leider nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sein. Ohne eine Belebung der Konjunktur sind die Aussichten für die Oberlausitz nicht gerade rosig.
Viele Arbeitslose, niedrige Löhne, geringe Kaufkraft – eine Spirale, die unterbrochen werden muss.
Positionen von Ilja Seifert in Kürze